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Informationen zur Neuausrichtung und Neugestaltung des Ostchors der Johanneskirche in Weinsberg
Am 30. Oktober wurden die Fenster in einem feierlichen Gottesdienst der Öffentlichkeit übergeben.

Predigt von Dekan Ottmar zum Entwurf von Prof. Johannes Schreiter am 06. März 2011

Predigt von Dekan Ottmar am 30. Oktober 2011 - Übergabe der Fenster von Prof. Johannes Schreiter

Berichte in der Heilbronner Stimme (Quelle: Heilbronner Stimme vom 31.10.2011) mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Anlass
Prof. Dr. h.c. Johannes Schreiter hat im Zuge der durch ihn erfolgten Gestaltung des Auferstehungsfensters an der Nordseite des Schiffs der Johanneskirche im Jahr 2002 den Ostchor kennen gelernt. Er war von der Wirkung dieses Kirchenraumes so beeindruckt, dass er einen Entwurf für die Gestaltung der sieben gotischen Fenster anfertigte. Der Bilderzyklus lässt u.a. die Deutung des Psalms 23 vom „Guten Hirten“ zu. Leider konnte die Kirchengemeinde über all die Jahre den Entwurf wegen begrenzter finanzieller Möglichkeiten nicht verwirklichen.
Aufgrund dieser Situation und im Hinblick auf den 80.Geburtstag von Prof. Schreiter haben sich sieben Weinsberger Familien bzw. Einzelpersonen im Jahr 2009/2010 entschlossen, durch die Spende je eines Fensters die Realisierung des vorliegenden Entwurfs zu ermöglichen.

Der Künstler
Prof. Dr. h. c. Johannes Schreiter (* 8.März 1930) ist einer der international bedeutendsten zeitgenössischen Glasbildner. Sein Gesamtwerk umfasst Glasfenster in Sakral- und Profanbauten, freie Glasbilder, Druckgraphiken, Zeichnungen und Brandcollagen – eine Erfindung, mit der er Kunstgeschichte schrieb.
Der Zusammenklang von Architektur und Glasfenster ist für Prof. Schreiter ein besonderes Anliegen. Seine Fähigkeit, sensibel auf architektonische Gegebenheiten einzugehen, hat seine Bildsprache mit geprägt. Charakteristisch für seine sakralen Glasfenster ist die gezielte Steuerung des Lichtes, das Schreiter als Ausfluss der Herrlichkeit Gottes versteht.
Der Weinsberger Ostchor der Weinsberger Johanneskirche wird einer der seltenen historischen Kirchenräume sein, in dem ausschließlich von Prof. Schreiter entworfene Kirchenfenster zu sehen sind.
 
Ziel der Neugestaltung
Der Ostchor hat durch die Schreiter-Fenster eine enorme Aufwertung erfahren. Er soll für Tauf-, Hochzeits- und Jubiläums-Gottesdienste, für meditative Andachten, kammermusikalische Konzerte und weitere Veranstaltungen mit geistlichem, spirituellem Charakter verstärkt genutzt werden. Zugleich wollen wir auch bei stadtgeschichtlichen und kulturhistorischen Führungen auf den einladenden Charakter des christlichen Glaubens aufmerksam machen. Die Schreiter’schen Fenster werden die intensive Begegnung mit einer weltweit anerkannten Ausdrucksform moderner Glaskunst ermöglichen.

Umfang der Veränderungen und Kosten
Für die künstlerische Verglasung der sieben Fenster durch das Glasstudio Derix in Taunusstein, für die erforderliche Schutzverglasung und das Künstlerhonorar waren 175.000 € aufzubringen.
Die Fußbodenheizung war nahezu unwirksam, weil sie seinerzeit falsch konstruiert wurde. Sie musste erneuert und der Fußboden neu verlegt werden. Die als unzureichend empfundene Beleuchtung war auszutauschen. Um die bestimmungsgemäße Nutzung zu ermöglichen, wurden schalldämmende Vorrichtungen zwischen Altarraum und Ostchor erforderlich. Altar und Rednerpult waren zu überarbeiten. Hinzu kamen Gipser- und Malerarbeiten. Ein Teil dieser Arbeiten stand ohnehin an. Für diese begleitenden Maßnahmen wurden weitere 123.000 € veranschlagt.
Mittlerweile konnten weitere Spenden geworben werden, so dass die gesamten Kosten bis auf einen Zuschuss der Landeskirche, durch Spenden finanziert werden konnten.
Die Evang. Kirchengemeinde ist mehr als dankbar für diese Unterstützung. „Die Spenden ermöglichten uns die Sanierung und Neugestaltung des Ostchors, die wir aufgrund der zeitgleichen Renovierung des Erhard-Schnepf-Gemeindehauses niemals aus eigenen Mitteln hätten bestreiten können“, erklärten die beiden Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Horst Gold und Dekan Georg Ottmar.
 
Die Stifter
Die Stifter der sieben Fenster sind sieben Weinsberger Familien bzw. Einzelpersonen, die ungenannt bleiben wollen. Ihr Wunsch ist, „hinter die Sache zurückzutreten“. Durch ihre Spenden wollen sie dazu beitragen, dass der Ostchor der Johanneskirche mehr als bisher als geistlicher Ort der Einkehr und Besinnung erlebt und genutzt werden kann. Die Evangelische Kirchengemeinde ist ihnen zu großem Dank verpflichtet. Dies gilt auch für weitere Einzelpersonen und für eine Reihe namhafter Institutionen, die das Vorhaben der Neugestaltung und Neuausrichtung des Ostchors unterstützen, wie zum Beispiel die Sparkassen-Stiftung der Kreissparkasse Heilbronn und die Volksbank Heilbronn.

Dekan Georg Ottmar
Gewählter Vorsitzender des KGR Horst Gold



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